Spitzenpreisträger des zweiten Deutschen Verlagspreises verkündet Grütters: „Spiegel der kulturellen Vielfalt in Deutschland“

Die Verlage Matthes & Seitz Berlin, Liebeskind und DOM Publishers sind die Spitzenpreisträger des Deutschen Verlagspreises 2020.


Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Die Jury hat auch dieses Jahr eine hervorragende Auswahl getroffen. Die Preisträger sind wie Spiegel der kulturellen Vielfalt der Verlage in Deutschland. Sie sorgen mit bewundernswertem Mut zum Risiko dafür, dass auch Autorinnen und Autoren zu Wort kommen und Gehör finden, die sich thematisch und stilistisch von Markttrends und vom Massengeschmack abheben. Ohne diese Werke wäre die Buchkultur in Deutschland um einiges ärmer. Dieses Engagement zu würdigen und Aufmerksamkeit zu schaffen für herausragende Verlagsprogramme, ist mir ein Herzensanliegen.“

In der Begründung der Verlagspreisjury unter Vorsitz von Dr. Insa Wilke heißt es: „Der Verlag Matthes & Seitz Berlin überrascht uns seit bald zwanzig Jahren zuverlässig mit neuen Stimmen aus aller Welt, mit der Wiederentdeckung von Klassikern, die ihrer Zeit weit voraus waren, er lässt uns die Vielfalt der Natur erkunden und an den Freuden von Wissenschaft und Philosophie teilhaben - und das alles durch Bücher, die nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch wunderbar gestaltet sind.“

Den Liebeskind Verlag lobte die Jury für seinen anspruchsvoll und stringent gestalteten Auftritt und sein Gespür für Neuentdeckungen. „Inzwischen sind seine Autorinnen und Autoren gerade in der internationalen Literatur und im Segment des „Literarischen Krimis“ nicht mehr wegzudenken“, sagte Wilke.

Seit fünfzehn Jahren leiste der inhabergeführte Verlag DOM Publishers mit seinen eigenständig gestalteten Büchern einen wertvollen Beitrag zur Debatte über zeitgenössische Architektur und Städtebau, so Wilke weiter.
„Neben praxisrelevanten Handbüchern und Monografien zur internationalen Architekturgeschichte überzeugt auch die mittlerweile auf mehr als hundert Bände angewachsene Reihe Architekturführer über Städte auf der ganzen Welt.“

Der Deutsche Verlagspreis wird in drei Kategorien verliehen: Drei herausragende Verlage erhalten für die hohe Qualität und Innovationskraft ihrer Arbeit jeweils ein Gütesiegel und eine Prämie in Höhe von 60.000 Euro. 60 weitere Verlage werden für ihre hervorragenden Leistungen mit einem Gütesiegel und jeweils 20.000 Euro ausgezeichnet. Ein undotiertes Gütesiegel erhalten drei Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren über drei Millionen Euro pro Jahr liegen.

Die Bewerberzahlen sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr von 312 auf 334 gestiegen. Entscheidende Kriterien für die Auswahl durch die unabhängige Fachjury waren –neben einem überzeugenden Verlagsprogramm – das kulturelle Engagement der Bewerberinnen und Bewerber, die Umsetzung innovativer Projekte oder eine besonders hohe Qualität der verlegerischen Arbeit.

Zur Jury unter Vorsitz der Germanistin und Literaturkritikerin, Insa Wilke, gehören die Literaturübersetzerin Patricia Klobusiczky, der Verantwortliche für Business Development bei der Frankfurter Buchmesse, Lars Birken-Bertsch, sowie der Buchhändler und Bookstagrammer, Florian Valerius. Weitere Mitglieder sind der Ressortleiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Hannes Hintermeier, der freie Hersteller und Buchgestalter, Hans-Heinrich Ruta, und der Literaturwissenschaftler und Leiter des Literaturhauses Hamburg Rainer Moritz.

Die ursprünglich für den 25. Mai 2020 in München geplante Verleihung musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.
Die Videobotschaft der Kulturstaatsministerin sowie die Liste aller Preisträgerinnen und Preisträger sind ab dem 25. Mai 2020 unter www.deutscher-verlagspreis.de abrufbar.

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